Saalfeld 10.01.2011 Auftakt für Bautzener Kampfkunst
Die heutige Jugend spielt nur noch Fußball? Keinesfalls. Bautzener wissen, wo man sich besser abkämpfen kann. Im SV Medizin Bautzen trainieren Sportler seit 1878 eine der ältesten Zweikampfarten: das Fechten. Kampfgeist und Ausdauer galt es in diesem Jahr erstmalig vom 8. bis 9. Januar mit dem Degen unter Beweis zu stellen.
Schweißtreibend gestaltete sich der Auftakt bei der Chellenge für Erwachsene am Sonnabend. Uns zwei jüngeren Kämpfern, Huy Le Duc und Juliane Liebstein, brachten die Vorrunden einige Erfahrungswerte und etliche Lektionen. An aufmunternden Worten hat es zum Glück auch nicht gefehlt, denn eindeutig dominiert die Runden haben die Teilnehmer, die schon länger dabei sind. Wir widmeten uns nach dem Ausschied aus dem Achtelfinale dem impulsiven Gefechten Tobias Leschkes, der sich erfolgreich den 14. Platz sicherte. Der Sprung aufs Siegertreppchen blieb jedoch leider den erfahreneren und älteren Mitstreitern vorbehalten.
Doch die Spannung blieb bestehen, denn die Gefechte um den 11. Stadtwerkepokal Saalfeld am Sonntag wurden ausschließlich zwischen Fechtern aus den Altersgruppen Jugend ausgetragen. Das bedeutete wesentlich bessere Chancen für uns drei Bautzner. Stark dezimiert starteten wir vom SV Medizin Bautzen neben 34 anderen Fechtern im Damen- ebenso wie im Herrendegen. Tatsächlich gelang es uns, entscheidende Treffer gegen starke Vereinsmitglieder aus Dresden, Leipzig oder den späteren Siegern aus Chemnitz zu setzen und die Vorrunden mit zu bestimmen. Schlagartige Müdigkeit, unzählige blaue Flecke und eine harterkämpfte Bronzemedaille für Frederike Prengel nahmen wir nach ereignisreichen fünf Stunden Turnier mit nach Hause- in ungeduldiger Erwartung des nächsten Wettkampfes.